Regattaberichte

IDM der J/70 Klasse am Bodensee 

Der Deutsche Meistertitel der J70-Klasse bleibt am Bodensee

Team Diesch/Autenrieth siegt nach vier Wettfahrten – Hamburger auf Rang zwei, Bronze für das Häfler Rieger-Team

 

Friedrichshafen, 7. Oktober 2018 – Die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) der J70-Klasse beim Württembergischen Yacht-Club (WYC) ist entschieden: Neue Meister sind Simon und Felix Diesch mit Julian und Philipp Autenrieth (WYC/Bayerischer YC). Mit einem Punkt Rückstand segelte die Hamburger Crew Klaus Brinkbäumer, David und Dorian Heitzig sowie Miklas Meyer (HSC/NRV) auf Rang zwei. Bronze geht an ein weiteres WYC-Team, Max und Moritz Rieger, Thomas Stemmer und Klaus Diesch. Nur vier Rennen, die alle schon am Donnerstag gesegelt wurden, entschieden über Sieg und Platzierte - von Freitag bis Sonntag herrschte hartnäckige Flaute.

 

Schon im ersten Rennen zeigte sich, dass das Experiment aufgeht: Die beiden Brüderpaare Simon und Felix Diesch sowie Julian und Philipp Autenrieth waren noch nie miteinander in einem Boot gesessen. Und doch gewannen sie am Donnerstagmittag bei noch sehr leichtem Wind gleich den ersten Lauf. In verschiedenen Kombinationen sind die vier aber sehr aktiv. Simon Diesch und Philipp Autenrieth waren unmittelbar vor der J70-Meisterschaft am Bodensee noch Vizemeister in der olympischen 470er-Jolle auf der Ostsee geworden. 

Auch im zweiten Lauf klappte alles, als Dritte kamen sie ins Ziel - und waren im folgenden Rennen erneut das führende Boot, bis dieser Lauf wegen einschlafendem Wind abgebrochen wurde. Da waren sie gerade noch 20 Meter vor der Ziellinie. Der Wind dreht weg - und kam kurz darauf erheblich stärker wieder. Wettfahrtleiter Conrad Rebholz nutzte die Chance – schon angesichts der ungünstigen Windprognose für die folgenden Tage – und ließ zwei weitere Rennen bei nunmehr rund drei Windstärken segeln. „In den letzten beiden Rennen sind wir ein bisschen gestolpert. Wir waren meist nicht weit genug auf einer Seite“, so Philipp Autenrieth. Die Plätze 15 und 14 standen später für das Diesch/Autenrieth-Team in der Ergebnisliste. „Wir waren überrascht, dass es noch für die Spitzenposition reichte“, so Autenrieth weiter. Die anderen Teams machten eben auch Fehler, wie etwa die Rieger-Crew, die im letzten Lauf nur auf Rang 21 landete und damit die im Rennen zuvor eroberte Führung wieder abgeben musste, insgesamt damit auf Rang drei landete. „Bei Nordost ist die linke Seite meist besser“, erklärte Simon Diesch, warum dem Team aus dem Stand heraus ein Laufsieg gelungen war. „Es war ein Riesenspaß, mal wieder mit dem eigenen Bruder zu segeln und gleich Deutscher Meister zu werden“, freute sich der 23-Jährige.

Zwischen die beiden WYC-Teams schob sich mit einem guten vierten Lauf das Hamburger Team von Klaus Brinkbäumer, der mit der Mannschaft des Titelverteidigers auf dem Bodensee segelte. Der siegreiche Steuermann von 2017, der Hamburger Carsten Kemmling, indes segelte als Crewmitglied bei Michael Grau - und kam immerhin auf den vierten Rang. 

Das beste von fünf ausländischen Teams segelte auf Rang sieben: die Crew des Schweizers Thomas Studer vom CV Neuchâtel. Beste Steuerfrau wurde Johanna Meier vom ASV Warnemünde auf Rang 23. Das Damen-Team des WYC (Anne und Ellen Bauer, Lina Schnetz und Theresa Löffler) segelte auf Rang 25. Das Team vom SCSI belegte Platz 29. Insgesamt waren 52 Teams aus vier Nationen am Start.

„Ein bisschen enttäuscht bin ich schon, dass wir nur an einem Tag richtig segeln konnten. Aber es war gut, dass wir da vier Läufe ins Ziel gebracht haben. Es war danach einfach zu wenig Wind für ein meisterschaftswürdiges Rennen“, bilanzierte Wettfahrtleiter Conrad Rebholz. „Auch ich hätte gerne eine fünfte Wettfahrt gesehen, dann hätten wir noch einen Streicher im Ergebnis. Aber mit vier Rennen ist die Meisterschaft gültig“, kommentierte WYC-Regattaobmann Günther Widmer. Und WYC-Präsident Oswald Freivogel schloss die Meisterschaft mit einem Dank an die vielen Ehrenamtlichen des Clubs: „Wir hatten vier geniale Tage, auch wenn der Wind knauserig war. Ein Riesendank an das große Helfer-Team, das schon das ganze Jahr exorbitant viel geleistet und jetzt noch einen draufgesetzt hat!“

 Presse WYC

 

 

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