Regattaberichte

 

 21-24.07.2018 Finn Travemünder Woche

 Start 2 Wf

Es war wieder so weit. Travemünde lockte mit leichten Winden und sommerlichen Wetter. Ich bin zwei Tage vor dem ersten Start angereist um den Freitagsstau zu umgehen und um noch ein wenig zu trainieren.

Die Regatten fanden von Samstag bis Dienstag mit insgesamt 8 Läufen bei 4 – 12 Knoten Wind statt. Auf der Bahn ‚Hotel‘ nahe dem Ostufer und der Traveeinfahrt starten neben den Finn’s noch zwei Klassen der RS-Boote (Jugendboote). Die Bahnen wurden relativ kurz ausgelegt, so das sich das mit 35 Booten besetzte Finnfeld nie entzerrte und es an den Tonnen immer zu Pulkbildung kam wo es dann entsprechend eng wurde.

Die erste Wettfahrt war für mich dann geprägt von einem schlechten Start (zu spät angezogen und anschließend hinten ausgespuckt), dem schwierigen Einfädeln an der Luvtonne sowie zwei Strafkringel am letzten Gate (Raum an der Tonne). Letzteres kostete dann noch einmal viele Plätze.
Tonnenrundung Tag3

Der zweite Start klappte dann sehr gut, ich war ca. 5 t’er an der Luvtonne, die ich aber beim Runden berührte (zu wenig Höhe) und wieder einen Kringel ziehen durfte. Ich beendete die Läufe mit den Plätzen 28 und 16.

Für den nächsten Tag war morgens kein Wind, dafür aber nachmittags mögliche Gewitter angesagt. Wettfahrtleitung + Gewitterneigung + ich kommen nach weniger guten Erfahrung in Travemünde nicht zusammen. Also blieb ich an Land womit ich mir zwei dns (did not start) einhandelte.

In den Läufen des dritten Tages belegte ich die Plätze 11 und 19, diesmal ohne zu Kringeln. Im letzten Lauf blies die Thermik über 10 Knoten so das Pumpen freige-geben wurde. Das war gut so, denn ich hatte mich nach dem Start für die falsche Seite entschieden und konnte mich Vormwind und gut gesegelter Kreuz ins Mittel-feld zurücksegeln.

Am letzten Tag wurden nach kurzem Warten bei leichtem Thermikwind zwei Läufe gesegelt. Mit den Plätzen 14 und 13, diesmal fehlerfrei, konnte ich zufrieden nach Hause fahren.

Insgesamt waren die Wettfahrten durch den relativ leichten aber auch drehenden Wind im engen Feld nicht einfach zu segeln. Mit falschen und blöden Entschei-dungen konnte man schnell Plätze verlieren, hatte aber auch Chancen mit der richtigen Taktik wieder Plätze gut zu machen. Das Mittelfeld war dabei allerdings schwer zu durchbrechen und einmal einen Platzierung unter den ersten Zehn habe ich nicht geschafft. Aber es hat viel Spaß gemacht.

Detlef Schweitzer

Finn GER 902

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