80 Jahre Pirat 11.-13.05.2018

Hagemanns im Piraten
Eine Veranstaltung anlässlich der Geburtsstunde des Piraten vor 80 Jahren: Da sollten wir mal hin. Uwe (51) und Finn (13) waren sich schnell einig. Ein verlängertes Wochenende in Berlin, das wird bestimmt klasse.

Gesagt, getan. Die Anreise über die A2 wie immer nicht ganz einfach, stundenlange Staus, aber die Vorfreude auf eine Veranstaltung mit 65 Meldungen ließ uns die Blechkarawane gelassen sehen.
Das Revier „Langer See“ in Berlin-Köpenick war mir bis dato nicht bekannt, Tegel und Wannsee hatte ich schon einige Male besucht, aber hier war ich noch nicht. Der BTB ist, wie ich jetzt weiß, eine der Hochburgen des DDR-Regattasports gewesen, und auch heute noch fest in „Piratenhand“.

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Von Anfang war die Atmosphäre warmherzig. Bereits am Eingang zum (total vollen) Clubgelände boten sich helfende Hände an. Schnell war der Hänger weggebracht und man gab uns einen Stellplatz für den alten grünen Bulli direkt am Wasser. Um uns herum lauter Kennzeichen aus Mecklenburg, Berlin,  Tschechei. Ein buntes Treiben. Aus NRW waren noch zwei Teams vom Rursee da, das wars aus dem Westen.
Abends saß man dann bei Bier und Schnaps. Alte Geschichten aus der DDR-Regattazeit wurden aufgetischt, es war herrlich. Und irgendwie waren gefühlt alle schon mal DDR- Meister, Europameister und Ähnliches gewesen. Ziemlich respekteinflößend.
Am Freitag dann der erste Lauf. Zunächst gings in den Schlepp und eine Stunde tuckerten wir vorbei an wunderbaren alten Berliner  Gründerzeitvillen, aber auch an realsozialistischen Plattenbauten. Geschichte vom Wasser aus, Finn war sehr beeindruckt.
Wir kriegten es ganz gut hin, segelten bei leichten Winden, die uns ziemlich an die Sorpe erinnerten, ganz gut mit und wurden 15. In dem Feld eine für uns sehr gute Leistung, auf die wir sehr stolz waren.
Nachmittags schlief dann leider der Wind ein und es gab kein 2. Rennen.
Freitagabend dann große Party mit allen Drum und Dran. Alt und Jung vereint im Sinne des Segelsports. Der älteste Teilnehmer war 74, der jüngste 9.
Samstagmorgen kam ich am Start gut weg, aber dann sind mir die Jungs bei mittlerem Wind aber sowas von um die Ohren gesegelt! Ich dachte wirklich, ich hätte einen Anker dabei. Da muss sich wohl mal einer mehr mit Bootsspeed beschäftigen…. Ein 39. war die Folge. Der dritte und letzte Lauf lief dann wieder sehr gut, aber leider war Herr Hagemann einen Tick zu früh über die Linie….
Wir haben es locker genommen, Finn war stolz darauf, bei einem für ihn riesigen Starterfeld dabei zu sein. Ich habe einige sehr nette neue Leute kennengelernt und werde mich Ende Juni dann mal nach Güstrow aufmachen, um die neuen Segelfreunde wiederzutreffen.
Die nächtliche Heimfahrt lief dann ruhig und störungsfrei. Wir sind sehr zufrieden zu Hause angekommen, haben eine Menge Erfahrungen mitgenommen und freuen uns auf weitere schöne Wochenenden bei diversen Piratenregatten in 2018.

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Mast- und Schotbruch,   Uwe und Finn Hagemann.

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